Durchschnittsmethode zu kalkulatorischen Zinsen

Die Kalkulatorische Zinsenberechnung Durchschnittsmethode wird häufiger eingesetzt als die alternative Restwertmethode, da sie einfacher anzuwenden ist und gleichmäßige kalkulatorische Zinsen ausweist. Im Prinzip ermittelt das Unternehmen bei der Durchschnittsmethode Kalkulatorische Zinsen das über den gesamten Nutzungszeitraum des AV (Anlagevermögens) durch dessen Anschaffung gebundene Kapital.

Errechnung der Kalkulatorischen Zinsen nach Durchschnittswertmethode

Als Formel für die Restwertmethode nach Durchschnittsmethode kommt zum Einsatz:
  • (Anschaffungskosten / 2) * kalkulatorischer Zinssatz = kalkulatorische Zinsen

Alternativ zu den Anschaffungskosten können auch die Wiederbeschaffungskosten eingesetzt werden, was in der Betriebswirtschaftslehre umstritten ist. Die Berechnung nach der Kalkulatorische Zinsen Durchschnittsmethode ist also sehr einfach, es ist lediglich der Abgleich der Ergebnisse mit den betrieblichen Realitäten zu beachten. Wenn ein Unternehmen den Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrachtet und das tatsächliche Betriebsergebnis mit den kalkulatorischen Zinsen vergleicht, hat die Durchschnittswertmethode Kalkulatorische Zinsen große Vorteile gegenüber einer komplizierten und in diesem Fall überflüssigen Restwertmethode. Ein anderer Fall stellt sich dar, wenn das Unternehmen erweitert oder auch verkauft werden soll und es um das vorhandene Anlagevermögen versus kalkulatorische Zinsen - jeweils im aktuellen Moment - geht.

Nachteile der Kalkulatorische Zinsen Durchschnittsmethode

Beim genannten Szenario, also einer Betriebserweiterung, -stilllegung, -verkauf oder sonstigen gravierenden Veränderungen ist es in jedem Fall interessant, die kalkulatorischen Zinsen im aktuellen Moment zu kennen. Diese wären im Grunde nur durch die Restwertmethode zu ermitteln, da es immer in unterschiedlichen Zeiträumen angeschafftes AV (Anlagevermögen) gibt, das aktuell einen speziellen Restwert aufweist. Auch wenn dieser selten am Markt punktgenau zu erzielen ist, muss es doch für das Unternehmen interessant sein, den potenziellen oder tatsächlichen Erlösen die kalkulatorischen Zinsen gegenüberzustellen. Dabei stößt die Kalkulatorische Zinsen Durchschnittsmethode an ihre Grenzen, da sie nur das in AV gebundene Kapital innerhalb einer Periode kennt.