Restwertmethode zu kalkulatorischen Zinsen


Die Restwertmethode für Kalkulatorische Zinsen ermittelt die kalkulatorischen Zinsen eines Unternehmens, indem die jährliche Kapitalbindung durch Restwerte des Anlagevermögens ermittelt und hierauf ein kalkulatorischer Zinssatz ermittelt wird.

Dabei nehmen die Zinsen ab, da Restwerte des Anlagevermögens immer kleiner werden. Die Restwertmethode Kalkulatorische Zinsen folgt also der geometrisch-degressiven Abschreibung.

Beispiel für die Restwertmethode Kalkulatorische Zinsen

Eine geometrisch-degressive Abschreibung einer für 21.000 € angeschafften Maschine würde bei siebenjähriger, 20%-tiger Abschreibung und einem Kapitalmarktzins von 3% folgende Werte erbringen:
  • Jahr 1: Restwert: 16.800 € / kalkulatorische Zinsen: 504 €
  • Jahr 2: Restwert: 13.440 € / kalkulatorische Zinsen: 403,20 €
  • Jahr 3: Restwert: 10.752 € / kalkulatorische Zinsen: 322,56 €
  • Jahr 4: Restwert: 8.601,60 € / kalkulatorische Zinsen: 258,05 €
  • Jahr 5: Restwert: 6.881,28 € / kalkulatorische Zinsen: 206,43 €
  • Jahr 6: Restwert: 5.505,02 € / kalkulatorische Zinsen: 165,15 €
  • Jahr 7: Restwert: 4.404,02 € / kalkulatorische Zinsen: 132,12 €
Die kalkulatorischen Zinsen werden auf diese Weise immer geringer, legen aber den tatsächlichen Abschreibungsverlauf genauer zugrunde.

Vor- und Nachteile der Kalkulatorische Zinsen Restwertmethode

Bei der Restwertmethode Kalkulatorische Zinsen folgt deren Berechnung relativ genau und legt dabei zwangsläufig ungleichmäßig den tatsächlichen Abschreibungsverlauf zugrunde. Wenn man dem Gedanken der kalkulatorischen Zinsen vollständig folgt, würden schließlich nach dem jeweiligen Abschreibungsjahr die geometrisch-degressiv errechneten Werte des AV (Anlagevermögens) in etwa am Markt erzielt werden, wenn das Unternehmen verkauft würde. Dieses Geld könnte dann zu den errechneten kalkulatorischen Zinsen am Kapitalmarkt angelegt werden. Als nachteilig bei der Kalkulatorische Zinsen Restwertmethode erweist sich die ungleichmäßige Verzinsung, die den Realitäten eines konstant geführten Unternehmens eher wenig entspricht.